Salz ist das älteste Heilmittel der Welt und kuriert mehr als Sie denken. Tauchen Sie ein in die Welt des Salzes und erfahren Sie Interessantes über die Geschichte und Wirkung des weißen Goldes.

Die Geschichte des Salz

Bereits in der Antike erkannte man, dass Salz eine heilende Wirkung hat. Der älteste medizinische Bericht geht ins 3. Jahrtausend vor Christus zurück und stammt aus Ägypten. Salz wurde bei Übelkeit, Milzerkrankungen, Geschwüren, Bissen, Warzen, Blutergüssen, Nervenleiden, Schleimfluss, als Gurgelmittel, Abführmittel und vielem mehr angewendet.

Im Mittelalter verwendeten Ärzte Salz in Kombination mit Honig. Diese Mischung wurde bei Verstopfungen als Salzzäpfchen verabreicht. Um Schmerzen zu lindern, wurde gepulvertes oder geräuchertes Salz verwendet. Alle Orte und Städte, die Salz fördern konnten, wurden zu dieser Zeit reich. Viele Städte enthalten das Wort Salz oder Hall (keltisches Wort für Salz) im Ortsnamen, z.B. Halle, Bad Reichenhall oder Salzburg, Salzgitter. Das weiße Gold führte nicht nur zu Kriegen, sondern auch zur Entstehung von zahlreichen Handelsstraßen.

Römische Soldaten erhielten Salztaler als Lohn. Diese waren wertvoller als Gold und wurden als Zahlungsmittel verwendet. Im englischen ist die Bezeichnung für Monatslohn "salary", welches sich aus dem Zahlungsmittel Salz abgeleitet hat.

Die Heilige Hildegard von Bingen (1098-1179) empfahl Salz bei Zahnschmerzen. Paracelsus (1493-1541) verwendete Salzwasser zur Wundbehandlung. Somit entstand das erste Solebad für Hautkrankheiten.

Im 16. Jahrhundert fand man verschiedene Salzarten in Apotheken. Diese wurden bei Blutarmut und Kopfschmerzen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche Heilbäder, in denen Solebäder, Sole-Trinkkuren und andere Sole-Anwendungen angeboten wurden.
Hochwertiges Salz mit seltenen, wohlschmeckenden Salzsorten und ohne industrielle Herstellung gewinnt in der modernen Küche an großer Bedeutung. Auch im Gesundheitswesen nimmt Salz einen hohen Stellenwert ein.

Quelle Dr. med. Barbara Hendel /Peter Ferreira: Wasser & Salz, Urquell des Lebens: Ina Verlag


Die heilende Wirkung von Salz  

Der Mensch braucht Wasser und Salz. Diese Elemente sind die wesentlichen Bausteine des Lebens.

Salz ist neben Wasser von großer Bedeutung für den Menschen. Die Fähigkeit des Salzes wirkt erst in Kombination mit Wasser. Kristallsalz enthält Mineralien und Spurenelemente, aus denen der menschliche Körper besteht. Die Eigenschaften des Salzes sind Grundlage für den Zellstoffwechsel. Jede Tat, Bewegung und Gedanke wird durch das Gehirn und das zentrale Nervensystem gesteuert. Unser Körper kann deshalb nur optimal funktionieren, wenn genügend Salz vorhanden ist.

Alle Elemente des Salzes sind in unserem Körper enthalten. Fehlende Energie kann durch Salz wieder gewonnen werden. Durch Sole-Trinkkuren können Stoffwechselrückstände und Verschlackungen gelöst, der Elektrolythaushalt aufgebaut und somit der Kreislauf stabilisiert werden.

Dass es einen eigenen Geschmackssinn „salzig“ gibt, macht die Bedeutung deutlich. Salz ist lebensnotwendig, es reguliert den Wasserhaushalt des Menschen, bildet die Grundlage für das Funktionieren der Nervenfasern, außerdem ist der Stoffwechsel der Zellen durch die Salzkonzentration abhängig.

Zuviel Salz ist ebenso ungesund wie zu wenig. Fünf bis zehn Gramm pro Tag sollte man zu sich nehmen, nicht mehr. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei weniger als einem Gramm Salz pro Tag das Kurzzeitgedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit nachlassen. Außerdem wird das Durstgefühl gestoppt, was zur Austrocknung führen kann. Salzmangel kann also Folgen für unser Wohlbefinden haben. Die tatsächliche Gefahr dafür besteht allerdings hierzulande nicht, denn in industriell gefertigten Lebensmitteln versteckt sich mehr Salz, als wir benötigen.

Quelle Dr. med. Barbara Hendel /Peter Ferreira: Wasser & Salz, Urquell des Lebens: Ina Verlag